
Fahrtenbericht Ostseeküstenradweg 30.07.2011 bis 7.8.2011
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Am 30.07.2011 starteten 10 Ahauser/innen und 2 Berlinerinnen auf zur diesjährigen Tour auf dem Ostseeküstenradweg von Flensburg nach Travemünde. Der Teilnehmerkreis bestand zum einen aus ADFC-Mitgliedern zum anderen aus Freunden, die in den vergangenen Jahren an dieser Art der Touren bereits teilgenommen hatten. Organisatoren waren Rita Bühler aus Berlin und Martin Dittrich aus Ahaus. Samstag, 30.07.2011: Anreise nach Flensburg Morgens traf sich die Ahauser Gruppe zum Frühstück in der Gaststätte Drebbers, um sich auf einen fröhlichen Start einzustimmen. Gegen 9 Uhr fuhr dann der Bus der Fa. Ostendorf auf dem Kirmesplatz vor und die Fahrräder wurden sorgfältig in Decken gehüllt in dem Anhänger verladen. Gegen 9:30 Uhr ging es dann los. Staubedingt erreichten wir gegen 17:15 Uhr die Jugendherberge (JH) in Flensburg. Nach dem Abendessen in der JH ging es zur geführten Stadtbesichtigung, bei der wir einiges Interessante über die Geschichte der Stadt, der Wikinger, den Rum und Beate Uhse erfuhren. Nach einem „Schlenderbier“ ging es dann relativ früh ins Bett, da uns am nächsten Tag eine lange Etappe erwartete. Sonntag, 31.07.2011 Flensburg – Kappeln Schon kurz nach 8 Uhr starteten wir an der JH zu unserem 1. Stopp beim Schloß Glückburg. Kaum dass wir losfuhren, ging es auch schon los mit den „Bergen“, die uns den ganzen Teil der Fahrt begleiten würden und für zum Teil heftige Schiebestrecken sorgen würden. Jetzt weiß ich auch, dass die Gegend den Namen (Holsteinische) Schweiz zu Recht trägt. Da das Schloß erst um 10 Uhr zur Besichtigung geöffnet wird, konnten wir das Schloß nur von außen ansehen. Weiter ging es Berg auf und ab nach Hasselberg, einem kleinen Ort, nicht mehr allzu weit von Kappeln entfernt, wo ich einen langjährigen Freund treffen konnte, während die anderen im Meer badeten oder sich einen Kaffee mit Kuchen gönnten. Nach dem Einchecken in der JH Kappeln ging es dann zum Fisch essen in den Hafen von Kappeln. Montag, 1.8.2011 Kappeln – Eckernförde Abweichend vom Verlauf des Ostseeküstenradweges radelten wir im Landesinnern an der Schlei entlang, wobei wir in Arnis zum ersten Mal die Schlei mit der Fähre überquerten. Arnis ist die kleinste Stadt Deutschlands. Dort besichtigten wir die kleine Fischerkirche, wo einige besonders musikalische unter uns sich im Singen übten. In Lindaunis nutzten wir die Eisenbahn/PKW-Brücke zur Überquerung der Schlei. Weiter ging es nach Missunde, wo wir erneut die Fähre zum Überqueren der Schlei nutzten. Schließlich erreichten wir dann Eckernförde, wo die Gruppe in zwei Quartieren untergebracht war. Während 4 Damen relativ weit unten im Ort in einer Privatpension untergebracht waren, hieß es für die übrigen Teilnehmer: Berg rauf ins Eckotel, einem einfachen aber ordentlichen Hotel etwas außerhalb von Eckernförde. Dienstag, 2.8.2011 Eckernförde – Schönberg Um die Kieler Bucht etwas abzukürzen nutzten wir die Fähre von Strande nach Laboe. Nach der ausgiebigen Mittagspause in Laboe, einem lebhaften Touristenort, ging es mit dem Schiff „Sagitta“ zu einer meeresbiologischen Ausfahrt aufs Meer. Unter Anleitung einer Biologin wurde mit einem Schleppnetz einiges „eingesammelt“ , was so auf dem Meeresboden kreucht und fleucht. Der Inhalt des Schleppnetzes wurde an Bord gehieft, sortiert und der Beifang wanderte wieder ins Wasser. Krabben, Seesterne und einige Pflanzen wurden uns erläutert. Jetzt wissen wir auch, wo die Seesterne ihre Augen haben. Anschließend fuhren wir dann zum Marine-Denkmal, wo wir uns aber wegen des relativ hohen Eintrittspreises, des Zeitaufwandes und wegen des unfreundlichen Personals des mit dem Eingangsbereich des Denkmals verbundenen Kiosks nicht zu einer Besichtigung durchringen konnten. Vorbei an Kalifornien und Brasilien führte uns der Weg direkt am Ostseeufer entlang, wo uns ein heftiger Gegenwind die Fahrt erschwerte. Der Lenker wurde tiefer gestellt und so kämpften wir uns bis nach Schönberg zur Jugendherberge durch, wo wir gerade rechtzeitig das Abendessen erreichten. Wir hatten alle keine Lust mehr, noch einen Schritt zu gehen oder zu fahren. So verbrachten wir den Abend in geselliger Runde vor der Jugendherberge. Danke noch mal an Frank, der für Getränkenachschub gesorgt hat. Eigenartigerweise bieten die JH´s zwar Bier und Wein an, schließen aber den Verkauf um 19 bzw. 20 Uhr, so dass man schon vorher seinen Bedarf für den Abend kaufen muss. Mittwoch, 3.8.2011 Schönberg – Heiligenhafen „Traue nie den Auskünften Einheimischer“ so steht es schon im Wanderführer von 1914. Es ist immer wieder erstaunlich, mit welcher Selbstverständlichkeit und Unwissen harmlose Touristen in die falsche Richtung geschickt werden. Auf der Suche nach einem EDEKA-Markt schickte uns ein junges Pärchen in den 4 km entfernten Küstenort Schönberg – Strand, während der angefragte Markt gerade mal 250 m entfernt war. Zum Glück half uns jemand weiter, der sich auskannte und das Gespräch mitbekam. Mit Getränken ausgerüstet ging es weitgehend der Küstenlinie entlang Richtung Heiligenhafen. Beim Zwischenstopp in Oldenburg in Holstein konnten wir dann bei der Touristinfo neue Informationen und zusätzliches Kartenmaterial für die Reststrecke nach Heiligenhafen bekommen. Als sich dann etwas außerhalb von Oldenburg der Weg teilte und es zwei Möglichkeiten gab, nach Heiligenhafen zu kommen, „half“ uns mal wieder ein vermeintlich Ortskundiger im fetten Geländewagen auf den richtigen Weg. Wir sollten den Weg an der (lauten) Hauptstrasse nehmen, das wäre der bessere Weg. Taten wir aber nicht, sondern entschieden uns für ruhigere Strecke. Kräftiger Gegenwind und wieder diese „Berge“ sorgten für eine anstrengende Restetappe nach Heiligenhafen. Zum Glück erreichten wir Heiligenhafen von der „richtigen“ Seite und wir fanden dann auch schnell unser Quartier, die Pension Steinbach – Winarski, wo wir -im ganzen Haus verteilt- unterkamen. Nach dem abendlichen Bummel durch den Hafen, ging es zurück zur Unterkunft, wo wir in dem Gemeinschaftsraum der Pension den Abend ausklingen ließen.
Donnerstag, 4.8.2011 Heiligenhafen – Scharbeutz Rückenwind: Denkste ! Wir hatten am Vorabend die Windrichtung beobachtet und freuten uns für die nächste Etappe auf Rückenwind. Der Wind hatte gedreht und wieder ging es gegen den Wind an. Vorbei an den schönen Küstenorten wie Kellenhusen und Grömitz erreichten wir nachmittags Neustadt, wo wir uns das Kap Arkona- Museum ansahen. Da wir schon etwas spät in der Zeit waren und es in der Nähe der JH Scharbeutz-Uhlenflucht im Ortsteil Klingberg nur wenige Restaurants gab, entschieden wir uns, in einem der Lokale in Scharbeutz-Strand zu Abend zu essen. Gestärkt könnten wir ja dann die restlichen paar Kilometer zur JH radeln. Leider lässt die Ausschilderung des Ostseeküstenradweges des Öfteren zu Wünschen übrig. Wir mussten uns durchfragen und wer kennt schon die Jugendherberge in Klingberg ? Wieder oben auf´m Berg erreichten wir dann endlich die JH und hatten an dem Tag 80 km auf dem Tacho. Nach dem gemütlichen Beisammensein in der JH fielen wir in einen Tiefschlaf.
Freitag, 5.8.2011 Scharbeutz – Lübeck Tag des Wiedersehens Leider begann der Tag mit Regen und einer Reifenpanne, die wir zum Glück noch an der JH beheben konnten. Eifrige Helfer flickten den Vorderreifen an Amina´s Rad, so dass wir mit einer kleinen Verzögerung starten konnten. Schon nach kurzer Zeit erreichten wir Timmendorfer Strand, wo wir unsere Regenjacken anziehen mussten. Wir radelten an der Küste entlang und kamen über Stock und Stein zur Steilküste vor Travemünde. Der Weg war holperig und nicht gut zu fahren. Mittlerweile hatte der Regen aufgehört und wir erreichten Travemünde, wo wir Mittags die Besichtigung des Schulschiffes Passat mit Käpten Sack hatten. Dort trafen wir dann unsere Bärbel, die inzwischen in Travemünde wohnt. Es war ein freudiges Wiedersehen und nach der spannenden Führung auf der Passat haben wir erstmal einen Kaffee getrunken und uns von Bärbel ihre Neuigkeiten erzählen lassen. Danach ging es weiter Richtung Lübeck, wo wir nach kurzer Strecke den Shuttlebus durch den Tunnel nehmen mussten. Rita führte uns zu einem Weg entlang der Trave. Der war zwar recht schmal und holperig, aber wir hatten immer den Blick auf das Wasser und brauchten nicht an der lauten Hauptstrasse entlang fahren. Endlich erreichten wir die Jugendherberge im historischen Stadtzentrum von Lübeck. Bei leckerem Essen in der Schiffergesellschaft ließen wir den Abend ausklingen.
Samstag, 6.8.2011 Lübeck Die Räder blieben heute stehen und wir unternahmen eine Stadtbesichtigung. Der Tag stand für alle Teilnehmer zur freien Verfügung und jeder konnte auf eigene Faust die Stadt entdecken. Das Lokal für den Abend hatte sich Rita ausgesucht. Es lag direkt an der Trave. Sie kannte es von einer Rudertour in Lübeck aus dem letzten Jahr. Leider hatten wir zeitweise heftigen Regen, so dass wir eine Regenpause zum Rückweg in die JH abwarten mussten.
Sonntag, 7.8.2011 Rückfahrt Lübeck – Ahaus Pünktlich um 10 Uhr holte uns ein Fahrer der Fa. Ostendorf in der Nähe der JH ab und wir erreichten am Nachmittag Ahaus.
Es war eine schöne und gesellige Fahrt, die trotz mancher Anstrengung allen Spaß gemacht hat.
Unterkünfte: JH Flensburg, Fichtestr. 16 , 24943 Flensburg, 0461/37742 JH Kappeln, Eckernförderstr. 2, 24376 Kappeln/Schlei 04642/8550 Eckotel H 1 , Holm 1, 24340 Eckernförde, 04351/76 76 3 Pension Eva Nissen, Berliner Str. 82, 24340 Eckernförde, 04351/6422 JH Schönberg, Stakendorfer Weg 1, 24217 Schönberg/Ostsee Pension Steinbach-Winarski, Wilhelm Hardt Str. 5, 23774 Heiligenhafen, 04362/7247 JH Scharbeutz-Klingberg, Uhlenflucht 28-30, 23684 Scharbeutz, 04524/428 JH Lübeck-Altstadt, Mengstr. 33, 23552 Lübeck, 0451/7020399
Die Gesamtstrecke betrug knapp 400 km. Leider ging mein Tacho kaputt, so dass ich keine genaueren Angaben machen kann. Bericht: Martin Dittrch
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