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Strassenschäden

Wir möchten auf dieser Seite einen Informationsdienst von Radfahrer für Radfahrer einrichten. Dazu gehören genauso Meldungen die sich mit der Verkehrssicherheit befassen wie Hinweise auf radfahrspezifische Dinge wie etwa ein freundlicher bzw. unfreundlicher gastronomischer Betrieb oder günstige Übernachtungsmöglichkeiten. Auch kann gerne auf die eine oder andere Sehenswürdigkeit am Wegesrand die man unbedingt gesehen haben sollte aufmerksam gemacht werden.

Wir würden uns freuen wenn Sie liebe Radfahrer reichlich von dieser Möglichkeit Gebrauch machen würden.

Hinweise schicken Sie bitte an   webmaster@adfc-ahaus.de

 

Bahnfahrten mit dem Fahrrad

Das kennen wohl fast alle Radtouristen, den Transfer von Fahrrad und Gepäck mit dem Zug. Da wollen wir der Prignitzer Eisenbahn, die die Strecke von Enschede bis Dortmund befährt, ein Lob aussprechen. Moderne komfortable Züge mit großen Fahrradabteilen. Mit gutem Willen und Geschick lassen sich hier wohl zehn Räder unterbringen. Wenn jetzt noch die Fahrkartenautomaten etwas übersichtlicher wären und auch immer funktionieren würden wäre das ein glattes sehr gut, so aber nur ein befriedigend.

Veränderte Landschaften !

Schon seit längerer Zeit machen wir, die Verantwortlichen des ADFC Ahaus, uns Gedanken über das Landschaftsbild im Münsterland.

Als Radtourenleiter des ADFC erlebe ich die Veränderungen in den letzten Jahren hautnah mit und möchte meine Sorge wie folgt ausdrücken:

Die einst wunderbare Parklandschaft mit Rad- und Wanderwegen die sich wie kleine Adern durch Wiese, kleine Wälder und Ackerflächen hindurch schlängelten, weicht nach und nach einer Monokultur aus Mais und den mittlerweile dazugehörenden Agragasanlagen. Diese von uns geführten ADFC Radtouren gehen durch viele Landkreise. Dabei fällt mir besonders die schleichende Veränderung der Landschaft gerade auch im Kreis Borken auf.

Der Kreis Borken ist laut meiner Information einer der Kreise mit der höchsten Dichte an Agragasanlagen, fälschlicher Weise auch als Biogasanlagen bezeichnet, riesigen Maststallanlagen und einer Maismonokultur die ihresgleichen sucht.

Es sollte allen bekannt sein, dass das Münsterland zu einem erheblichen Teil inzwischen auch vom Tourismus lebt. Ganz besonders der Radtourismus erlebt seit einigen Jahren einen Boom bei uns.Durch die landschaftlichen Veränderungen entziehen wir uns im Münsterland einer Einnahmequelle, von der mittlerweile viele Betriebe und dies nicht nur in der Gastronomie, leben können.
 

Als Radtourenleiter, der Menschen aus allen Regionen durch unsere Heimat führt, ist es den Mitfahrern kaum noch zu vermitteln, warum sie gerade in unserer Region einen erlebnisreichen Urlaub verbringen sollen. Eine Radtour durch kilometerlange Maismonukultur, beidseits der Wege mit meterhohen grünen Wänden ähnlich eines Tunnels, die von Juli bis Oktober den Blick in unsere einst wunderschöne Kultur und Parklandschaft behindern, kann keine Touristen mehr begeistern.

Die dadurch völlig unattraktive, kaum noch abwechslungsreiche Landschaft mit totgespritzten Ackerrändern durch Totalherbizide wie "Round up" in denen keine Wildpflanze mehr gedeihen kann, wird den Tourismus wohl über kurz oder lang zum Erliegen bringen.
Die Werbung suggeriert den Touristen etwas anderes und die Enttäuschung wird groß sein, wenn das wahre Landschaftsbild zu Tage tritt. Da werden dann auch keine Lockangebote mehr wie die neuen Stromtankstellen helfen. Wer in das Münsterland kommt um Urlaub zu machen, der kommt wegen der Landschaft.

Die politisch verantwortlichen Entscheidungsträger sind hier aufgefordert, über eine Neuorientierung einer völlig absurden, Fehlsubventionierten Agrarpolitik nachzudenken.
Auch den Landwirten dürfte daran gelegen sein, Veränderungen herbeizuführen. Denn durch den ständig wachsenden Druck der Märkte sind sie gezwungen, die Produktivität ihrer Betriebe ständig zu steigern.
Friss oder stirb heißt das Motto.

Dieser Bericht wurde zum Teil in der örtlichen Presse veröffentlicht und stieß auf breite Zustimmung.
 

Für die Natur ist dies der Anfang vom Ende.

Herbert Moritz, 1. Vorsitzender ADFC-Ahaus